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Berufslehre Zebi 2026

Schweizer und dänische Floristinnen lernen voneinander

2’600 Kilometer für einen besonderen Austausch: Zwei angehende Floristinnen aus Dänemark entdecken die Schweizer Berufswelt, sammeln neue Erfahrungen und nehmen jede Menge Inspiration mit nach Hause.

florist.ch zentralschweiz
Halle 1 / A 1003

Zweitausendsechshundert Kilometer liegen vor Osla Petursdottir, bis sie von den zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln am Berufsbildungszentrum in Sursee eintrifft. Der erste Zwischenstopp ist in Kopenhagen, wo sie ihre Berufskundelehrperson Betina Fravsbøl sowie Oslas Kollegin Benedicte Schachtschabel vom Aarhus Business College trifft, um gemeinsam in die Schweiz weiterzureisen. Es ist das erste Mal, dass ein Austausch zwischen einer dänischen und einer Schweizer Berufsschule im Bereich Floristik stattfindet. Bereits im September 2025 waren die Schweizer Floristinnen aus dem zweiten Lehrjahr in Aarhus am Business College zu Besuch und konnten dort gemeinsam mit den angehenden dänischen Floristinnen eine Projektarbeit durchführen.

Das Projektteam in Sursee, bestehend aus Ulrich Lauber, Renate Wingeier und Elke Kümin, hat in den vergangenen Wochen mit grossem Engagement ein lehrreiches floristisches Programm für die dänischen Gäste zusammengestellt. Ein besonderes Highlight sind die Praktika: Osla und Benedicte arbeiten gemeinsam mit ihren Kolleginnen aus dem ersten beziehungsweise zweiten Lehrjahr in verschiedenen Innerschweizer Blumenfachgeschäften. Die Blumengalerie Mattmann AG in Hünenberg, Blumen Suter in Emmenbrücke, Blumen Villiger in Hochdorf sowie Gabriel Blumen & Garten in Sempach bieten den beiden Lernenden aus Dänemark spannende Einblicke in den Schweizer Berufsalltag.

Die angehende Floristin Osla Petursdottir beschreibt das Praktikum in den Blumenläden als unglaublich inspirierend. Besonders beeindruckt sei sie vom hohen fachlichen Niveau und von den wunderschönen Blumenarrangements. Ihr gefalle sehr, dass in der Schweiz grosser Wert auf Details und Qualität gelegt werde. Viele neue Ideen werde sie auf die Färöer-Inseln mitnehmen.

Benedicte Schachtschabel hingegen zeigt sich vor allem von der Herzlichkeit der Menschen begeistert. Es sei spannend zu erleben, wie unterschiedlich die Ausbildungswege seien und dennoch überall ein hohes handwerkliches Können sowie grosse Kreativität sichtbar würden. Besonders gefallen habe ihr zudem, dass sie bei Blumenauslieferungen mitfahren und bei der Gestaltung von Gestecken mitwirken konnte.

Möglich gemacht wurde dieser Austausch durch die finanzielle Unterstützung von Movetia. Die enge Zusammenarbeit zwischen Movetia, dem Aarhus Business College und dem BBZN Sursee machte es überhaupt erst möglich, einen Austausch über die Landesgrenzen hinweg zu organisieren. Die zahlreichen Stunden, die in die Planung und Durchführung des Projektes «Blüten verbinden Welten» investiert wurden, haben sich gelohnt. Das strahlende Lachen der jungen Frauen und das Leuchten in ihren Augen zeigen, dass sie sich in der Schweizer Floristenwelt wohlfühlen und von ihren Schweizer Kolleginnen herzlich aufgenommen wurden. Dieser Austausch ist gelebte Bildung, voneinander lernen, gemeinsam Erfahrungen sammeln und den eigenen Horizont erweitern – etwas, das nur durch regelmässigen internationalen Austausch möglich wird.


Quelle:
Text: von Elke Kümin, BBZN Sursee
Bilder: aufgenommen von Elke Kümin, BBZN Sursee

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Ulrich Lauber

Ulrich Lauber

Prorektor Abteilung Gartenbau und Floristik

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